Das fixe Grundgehalt bildet die Basis des Geschäftsführergehalts, das hierauf aufbauend in der Regel durch eine gewinnabhängige Tantieme, einen Dienstwagen mit Erlaubnis zur Privatnutzung und weitere Gehaltsbestandteile ergänzt wird.

Das Grundgehalt als Basis des Geschäftsführergehalts

In der Regel baut das Geschäftsführergehalt des Geschäftsführers einer GmbH auf einem fixen Grundgehalt auf, das auch die Vergütung für geleistete Überstunden sowie Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit umfasst. Üblicherweise wird ein Geschäftsführer für seine Arbeitsleistung bezahlt, jedoch unabhängig von der Anzahl der geleisteten Stunden. Bei der Bestimmung des Grundgehalts in der Höhe ist darauf zu achten, dass dieses ohne Liquiditätsprobleme aus dem laufenden Ertrag der GmbH erwirtschaftet werden kann. Es sollte stets gewährleistet sein, dass eine pünktliche Zahlung des Grundgehalts entsprechend der Vereinbarung im Geschäftsführervertrag erfolgt.

Treuepflicht des Geschäftsführers

Aus der Treuepflicht des Geschäftsführers zur GmbH ergibt sich die allgemein anerkannte Verpflichtung, den erforderlichen Zeiteinsatz über den eines normalen Angestellten hinaus ohne zusätzliche Vergütung zu erbringen. Nach der Rechtsprechung des BFH bleibt nur dann Raum für eine gesonderte Vergütung des Geschäftsführers, wenn das Ergebnis der Arbeitsleistung hierfür eine Veranlassung bietet. Abweichungen hiervon sind im Einzelfall grundsätzlich vorstellbar, die steuerliche Anerkennung muss jedoch im Einzelfall genau geprüft werden. Dies gilt gerade im Falle eines beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers, bei dem die Finanzverwaltung gerne die Möglichkeit einer verdeckten Gewinnausschüttung prüft. Auch sog. Anpassungsklauseln sind heute eher die Ausnahme.

Muster

In der Praxis wird im Geschäftsführervertrag (Muster/Vorlage für Geschäftsführervertrag) üblicherweise ein Bruttojahresgehalt nach folgendem Muster vereinbart:

Bezüge

  1. Der Geschäftsführer erhält für seine Tätigkeit ein Bruttojahresgehalt in Höhe von … EUR (in Worten: … Euro).
  2. Das Gehalt wird in zwölf gleichen monatlichen Teilbeträgen unter Einbehaltung der gesetzlichen Abzüge jeweils zum Ende des Kalendermonats auf das vom Geschäftsführer angegebene Konto überwiesen.
  3. Die Vergütung von Überstunden, Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit ist in dem Grundgehalt gem. Abs. 1 enthalten. Eine zusätzliche Vergütung erfolgt nicht.

Im 3. Teil dieser Artikelreihe zum Geschäftsführergehalt geht es weiter mit der gewinnabhängigen Tantieme zugunsten des Geschäftsführers.