In Deutschland wurden in 2012 mehr als 600.000 Unternehmen neu errichtet, wobei Berlin und München nach wie vor die Wachstumsmotoren der Wirtschaft sind, da gerade hier überdurchschnittlich viele Unternehmen neu gegründet und Innovationen an den Markt gebracht werden. Auch die Rhein-Main-Region und insbesondere Frankfurt a.M. haben ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Neben ausgezeichneten Networking-Möglichkeiten bieten Deutschlands Metropolen vor allem Kapitalgeber für neue Geschäftsideen und Institutionen und Zentren, die Gründern beim Startup mit Informationen und Ratschlägen zur Seite stehen. Während in der Hauptstadt Berlin die Standortkosten noch überschaubar sind, haben Gründer in München oder Frankfurt leider mit weit über dem Durchschnitt liegenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen, insbesondere mit hohen Mietkosten.

Unternehmensgründung in Berlin

Berlin ist und bleibt das Mekka in Deutschland, was die Zahl neu errichteter Unternehmen angibt. Es ist jedoch nicht nur die Quantität der Startups, sondern auch die Qualität, die Berlin gegenüber den anderen deutschen Großstädten auszeichnet, vor allem in den Bereichen Internet und eCommerce. Wer in München, Hamburg oder Frankfurt ein Unternehmen neu gründet, hat zunächst mit dem Problem der teuren Immobilien zu kämpfen, aber auch die Kosten für Mitarbeiter sind in Berlin vergleichsweise niedriger. Umfangreiche Online-Portale für Existenzgründer wie gruenden-in-berlin.de tun ihr übriges.

In Metropolen mit hohen Standortkosten wie München oder Frankfurt ist die Standortanalyse und das Bewusstsein für die Kosten daher noch wichtiger als in anderen Städten oder Landkreisen. Portale wie ImmoScout sind zwar bei der Suche nach günstigen Büros bzw. Wohnungen hilfreich, aber das Angebot deckt nicht annähernd die Nachfrage und das schlägt auf die Preise durch. So lassen sich zwar Büros oder Wohnungen in Mainhattan mit Immonet finden, aber die Kosten liegen dennoch regelmäßig weit über denen in Berlin. Die Suche nach günstigem Büro- und Wohnraum in Metropolen wie Frankfurt oder München ist dementsprechend nicht aussichtslos, aber erheblich schwieriger und zeitintensiver. Und meist sind es Vitamine B, die eher zum Erfolg verhelfen. Wer kann, greift eventuell auch auf sog. Co-Working Spaces oder Gründerzentren zurück, wo sich mehrere Startups unter einem Dach vereinen und so die Kosten pro qm niedriger halten.

Diesen Nachteile versuchen Städte wie München oder Frankfurt mit sog. Gründerzentren zu kompensieren, die während des Startups helfend und unterstützend beiseite stehen.